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Was wäre wenn, schon mal dran gedacht?

15. April 2015

Himmel und Hölle

Himmel und Hölle sind Metaphern, für das Gute und Böse das in uns lebt,

das Leben auf Erden ist die Metapher, für ein Wesen das auf leichtestem Wege geht.

Weder nach unten, noch schwerer nach oben,

der Weg ist das Ziel und auch umgekehrt,

wir streben nach mehr während wir uns loben,

ein Narr wer Gott statt die Wege ehrt.

Religion ist ein Trittstein auf dem Weg der Erkenntnis, erkennt dies und steiget weiter auf,

der Glaube an Gott bildet innere Mauern, sprengt sie und schreitet ins Leben hinaus.

Schaut mal nach unten, schaut mehr noch nach oben,

das Leben als Ziel gehört von uns verehrt,

hört auf stets zu zweifeln und andere zu loben,

eine Mauer ist Glaube, der Weitsicht versperrt!

von Carl Knüpfer

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Heute Morgen habe ich die Augen wieder etwas weiter geöffnet:

25. März 2015

Wenn es reicht

Wie wir wissen was wir wollen,

was wir machen wenn wir’s sollen.

Vorgabe und Vorstellung,

Selbsterkenntnis, Äußerung.

Wunschvorstellung, Wahrheitsfindung,

Tagestraum mit Realitätsanbindung.

Wir starten unbedarft ins Leben,

reifen ganz langsam vor uns hin,

und freuen uns über das Erleben.

in uns wächst der Keim vom Sinn.

Wir lernen krabbeln, brabbeln, laufen,

wir lernen lesen, schreiben, raufen.

Wir erkennen Regeln an,

in uns reift Moral und dann:

Dann wird ganz plötzlich schnell erwartet,

das wir soweit sind.

Wer es nicht ist, gilt als entartet,

man sagt: Das war er schon als Kind!

Doch was macht uns wirklich aus?

Linientreue? Weit gfehlt!!

aus Mensch holt man nur alles raus,

wenn es nicht an Freiraum fehlt.

Wir brauchen Platz uns zu entfalten,

die Kindheit ist unser Kokon,

die Seele wächst, zu groß zum halten

und dann fliegen wir davon.

In Wahrheit fehlt uns meist der Raum,

mit unsrer Seele frei zu fliegen,

das Leben ist nun mal kein Traum,

wir lernen schnell uns zu verbiegen.

Hier ist Vorsicht nun geboten,

denn zuviel biegen wie man weiß,

und zuviel beugen des Piloten,

führt dazu, dass die Seele reißt.

Erkenne dies und komme weiter

erschein nach außen fremd und wild,

denn das Leben ist ein Kunstwerk,

du bist der Künstler, nicht das Bild!

Lasst euch nicht sagen was ihr sollt,

nicht ständig schubsen, filetieren,

ergreift den Weg nur, den ihr wollt,

habt keine Angst nicht zu studieren!

Fühlt euch nicht dem Reim verpflichtet,

nur weil man es von euch erwartet,

lebt es aus! Ja, schreit es! Dichtet!

was ihr selbst von euch erwartet!

Ja, wenn es reicht – dann reicht es,

und ist es auch – kein Leichtes,

 werft doch die Ketten vom Kokon,

und öffnet euch dem wahren Sein,

dann trägt euch Freiheit schnell davon,

ihr werdet selbst zum Sonnenschein!

von Carl Knüpfer

Frisch aus meinem eigenen Druckstall:

4. Juli 2011

Druckställe

.

Wir leben und wir reden,

wir lieben und wir schenken,

wir nehmen und wir geben,

wir selbst, wir sind das Beben.

Wir drücken uns vor unsren Pflichten,

wir verstecken uns im Schein,

wir scherzen während wir vernichten,

und wir denken wir sind rein.

Wir nehmen noch mit vollen Händen,

wir suhlen uns im Reiz,

der eigne Glanz an unsren Wänden,

kündet das Gegenteil von Geiz.

Wir leben in Wüsten aus Beton,

vermengt mit Stahl und Rest-Natur,

und spricht mal einer schlecht davon,

nenn‘ wir ihn verrückt und lachen nur.

Wir schreiben der Menschheit Wahrheit nieder,

gar täglich wieder aufs Neue,

ja, wir singen täglich unsre Lobeslieder,

und sind der Druckställe Säue.

Wir schreiben und wir glauben,

wir nehmen und wir rauben,

wir reißen und wir brennen,

vor unsrem Selbst, sollten wir rennen…

von Carl Knüpfer

Der Quader, mit Text und Ton

9. März 2010

Der Quader (Audiodatei)

Ein Guppy drehte einmal Runden,

in einem kleinen Quadertank.

Ein Hund leckte sich seine Wunden,

und das nicht ohne Sachverstand.

Ein Vogel flog in dreiste Höhen,

mitten unterm Tisch.

Ein Hamster hamsterte echt schön,

10 Kilogramm vom feinsten Fisch.

Ein Elefant verschwand mit Knall

in einem Mauseloch.

Ein Astronaut hörte den Schall,

unter der Brause noch.

Ein Bürgermeister sagte mal

Vertrauen sie mir getrost,

doch als sich dann die Bürger wagten,

war er ganz erbost.

Ein Präsident rief einst ganz laut:

Wir schaffen’s, ‚Yes we can!’.

Und dann standen ganz viele auf,

und fingen an zu gähnen.

Eine Schlange fing ekstatisch an,

im Regen sich zu paaren,

denn darauf kommt’s im Leben an,

an Samen nicht zu sparen.

Ob nun im Geiste oder im Gebet

im Akt oder auch im Gedicht,

nur wer seine Samen fleißig säht

der schafft in seinem Blickfeld Licht.

Dann endlich können wir uns wenden

Rundum um die Seele schauen

Rückblickend sehen wir die verenden,

die sich nicht aus ihrem Quader trauen.

von Carl Knüpfer

Quaakfüllung

30. Januar 2010

Quaakfüllung

*

Manchmal füllt mich eine Leere,

manchmal weiß ich nicht wohin.

Doch dann nehm ich eine Schere,

und ich bastel’ mir ’nen Sinn.

***

Wie er aussieht – weiß ich selten,

wo er dann herkommt ist egal,

doch ich weiß: In allen Welten,

macht Sinn, Sinnlos phänomenal!

***

Und so werde ich zum Schöpfer,

so entdecke ich stets Licht,

doch wenn ich ein Leben töpfer,

weiß ich, dass es mal zerbricht.

***

Ich versuche mich an nichts zu binden,

alles geht konstant entzwei,

und wo andre gerne Zuflucht finden,

zieht es mich meist schnell vorbei…

*

von Carl Knüpfer

Wieso?

21. Januar 2010

Wieso?

.

Wieso müssen die meisten Menschen

 immer bis zum Ende warten,

wieso sind so viele voyeuristisch

 und bleiben doch im eignen Garten?

Wieso stellen wir uns Problemen

 in der Regel so ungern nur,

wieso reden wir über diese

 trotzdem – nichts tuend –  in einer Tour?

Wieso streiten wir uns bloß so gerne

 über zum größten Teil Bewiesenes,

wieso glauben viele nicht an Erderwärmung,

 aber an das Monster von Loch Ness?

Wieso fällt es vielen nur

 so schwer sich ehrlich zu entschuldigen,

wieso können wir nicht wichtigerem

 als dem Kapitalismus huldigen?

Wieso leben wir nur, um zu konsumieren

 und andern Menschen Schulden zu vererben,

wieso leben wir nicht um zu leben

und ein Teil des Ganzen auf Erden zu werden?

Wieso streiten wir uns über Dinge,

 an die andere ganz fest glauben,

wieso merken wir denn nicht,

dass wir uns  selbst den Glauben rauben?

Wieso sperren wir unsre Alten bloß so gerne weg,

wieso können wir nicht zusammenhalten,

alle für denselben Zweck?

Wieso schauen wir so lange zu,

wenn andere Menschen leiden,

wieso schaffen wir es nicht,

das Artensterben zu vermeiden?

Wieso sehen wir es eigentlich

 stets als unsre Pflicht,

Fehler nur bei anderen zu suchen,

doch unsre eignen nicht?

Diese Fragen und auch viele andre

wirft unsre Gattung in mir auf,

werd ich wohl noch Antwort finden,

oder geh ich vorher suchend drauf?

von Carl Knüpfer

.

Wer antworten zu geben weiß, den fordere ich hiermit auf, diese mit mir zu teilen,

ich hoffe, dass eine aufgeschlossene Diskussionsrunde möglich ist, die Wellen schlägt!