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Heute Morgen habe ich die Augen wieder etwas weiter geöffnet:

25. März 2015

Wenn es reicht

Wie wir wissen was wir wollen,

was wir machen wenn wir’s sollen.

Vorgabe und Vorstellung,

Selbsterkenntnis, Äußerung.

Wunschvorstellung, Wahrheitsfindung,

Tagestraum mit Realitätsanbindung.

Wir starten unbedarft ins Leben,

reifen ganz langsam vor uns hin,

und freuen uns über das Erleben.

in uns wächst der Keim vom Sinn.

Wir lernen krabbeln, brabbeln, laufen,

wir lernen lesen, schreiben, raufen.

Wir erkennen Regeln an,

in uns reift Moral und dann:

Dann wird ganz plötzlich schnell erwartet,

das wir soweit sind.

Wer es nicht ist, gilt als entartet,

man sagt: Das war er schon als Kind!

Doch was macht uns wirklich aus?

Linientreue? Weit gfehlt!!

aus Mensch holt man nur alles raus,

wenn es nicht an Freiraum fehlt.

Wir brauchen Platz uns zu entfalten,

die Kindheit ist unser Kokon,

die Seele wächst, zu groß zum halten

und dann fliegen wir davon.

In Wahrheit fehlt uns meist der Raum,

mit unsrer Seele frei zu fliegen,

das Leben ist nun mal kein Traum,

wir lernen schnell uns zu verbiegen.

Hier ist Vorsicht nun geboten,

denn zuviel biegen wie man weiß,

und zuviel beugen des Piloten,

führt dazu, dass die Seele reißt.

Erkenne dies und komme weiter

erschein nach außen fremd und wild,

denn das Leben ist ein Kunstwerk,

du bist der Künstler, nicht das Bild!

Lasst euch nicht sagen was ihr sollt,

nicht ständig schubsen, filetieren,

ergreift den Weg nur, den ihr wollt,

habt keine Angst nicht zu studieren!

Fühlt euch nicht dem Reim verpflichtet,

nur weil man es von euch erwartet,

lebt es aus! Ja, schreit es! Dichtet!

was ihr selbst von euch erwartet!

Ja, wenn es reicht – dann reicht es,

und ist es auch – kein Leichtes,

 werft doch die Ketten vom Kokon,

und öffnet euch dem wahren Sein,

dann trägt euch Freiheit schnell davon,

ihr werdet selbst zum Sonnenschein!

von Carl Knüpfer