Posts Tagged ‘leben’

Über das Geben und Nehmen und worauf es wirklich ankommt

12. Mai 2016

Plus Minus Null

Weil wir so leben, wie wir erleben,

streben wir danach uns viel zu nehmen,

praktizieren horten in Gehegen,

auf scheinbar individuellen Wegen.

Doch das Leben ist wie eine Gleichung,

die Lösung richtig – ergibt Null.

Sind wir im Plus, gibt’s woanders Streichungen,

das lehrte uns schon unser Stuhl….

Und doch sehen wir nicht das Wohl der „Andren“ in unsrem „immer mehr erstreben“,

wir sehnen uns nach Glück und Wohlstand, was wir uns auf Kosten Andrer nehmen.

Plus Minus Null – so leicht die Formel – die uns führt zum Glück,

denn willst du leben,

musst du geben,

alles was du nimmst…zurück!

von Carl Knüpfer

Advertisements

Was wäre wenn, schon mal dran gedacht?

15. April 2015

Himmel und Hölle

Himmel und Hölle sind Metaphern, für das Gute und Böse das in uns lebt,

das Leben auf Erden ist die Metapher, für ein Wesen das auf leichtestem Wege geht.

Weder nach unten, noch schwerer nach oben,

der Weg ist das Ziel und auch umgekehrt,

wir streben nach mehr während wir uns loben,

ein Narr wer Gott statt die Wege ehrt.

Religion ist ein Trittstein auf dem Weg der Erkenntnis, erkennt dies und steiget weiter auf,

der Glaube an Gott bildet innere Mauern, sprengt sie und schreitet ins Leben hinaus.

Schaut mal nach unten, schaut mehr noch nach oben,

das Leben als Ziel gehört von uns verehrt,

hört auf stets zu zweifeln und andere zu loben,

eine Mauer ist Glaube, der Weitsicht versperrt!

von Carl Knüpfer

Heute Morgen habe ich die Augen wieder etwas weiter geöffnet:

25. März 2015

Wenn es reicht

Wie wir wissen was wir wollen,

was wir machen wenn wir’s sollen.

Vorgabe und Vorstellung,

Selbsterkenntnis, Äußerung.

Wunschvorstellung, Wahrheitsfindung,

Tagestraum mit Realitätsanbindung.

Wir starten unbedarft ins Leben,

reifen ganz langsam vor uns hin,

und freuen uns über das Erleben.

in uns wächst der Keim vom Sinn.

Wir lernen krabbeln, brabbeln, laufen,

wir lernen lesen, schreiben, raufen.

Wir erkennen Regeln an,

in uns reift Moral und dann:

Dann wird ganz plötzlich schnell erwartet,

das wir soweit sind.

Wer es nicht ist, gilt als entartet,

man sagt: Das war er schon als Kind!

Doch was macht uns wirklich aus?

Linientreue? Weit gfehlt!!

aus Mensch holt man nur alles raus,

wenn es nicht an Freiraum fehlt.

Wir brauchen Platz uns zu entfalten,

die Kindheit ist unser Kokon,

die Seele wächst, zu groß zum halten

und dann fliegen wir davon.

In Wahrheit fehlt uns meist der Raum,

mit unsrer Seele frei zu fliegen,

das Leben ist nun mal kein Traum,

wir lernen schnell uns zu verbiegen.

Hier ist Vorsicht nun geboten,

denn zuviel biegen wie man weiß,

und zuviel beugen des Piloten,

führt dazu, dass die Seele reißt.

Erkenne dies und komme weiter

erschein nach außen fremd und wild,

denn das Leben ist ein Kunstwerk,

du bist der Künstler, nicht das Bild!

Lasst euch nicht sagen was ihr sollt,

nicht ständig schubsen, filetieren,

ergreift den Weg nur, den ihr wollt,

habt keine Angst nicht zu studieren!

Fühlt euch nicht dem Reim verpflichtet,

nur weil man es von euch erwartet,

lebt es aus! Ja, schreit es! Dichtet!

was ihr selbst von euch erwartet!

Ja, wenn es reicht – dann reicht es,

und ist es auch – kein Leichtes,

 werft doch die Ketten vom Kokon,

und öffnet euch dem wahren Sein,

dann trägt euch Freiheit schnell davon,

ihr werdet selbst zum Sonnenschein!

von Carl Knüpfer

Der moderne Mensch

18. Januar 2010

Der moderne Mensch

.

Wir nennen uns Geschöpfe Gottes,

sehen uns selbst als Schöpfungs-Krönung,

benehmen uns wies allerletzte

und verpassen uns gern selbst ne Dröhnung,

von Eitelkeit, Gier und selbstverliebter Arroganz,

ja wir sehen unser Leben,

als einen großen Showlauf-Tanz.

Wir verherrlichen unsre eignen Werke,

finden sie oft fast so schön,

wie die uns gegebnen Körper,

mit deren Anblick wir uns gern verwöhn.

Wir hecheln Idealen hinterher,

die aus Profit entstanden,

und schauen staunend dabei zu,

wie dann die großen Wale stranden.

Wir sind überzeugter von uns Selbst,

als Gott es jemals war,

denn als er uns erschuf,

war es nicht Perfektion die er gebar,

wir waren vielmehr der Versuch

einer herrlichen Symbiose,

doch dieser göttliche Versuch,

ging wohl mächtig in die Hose.

Ich glaube fest, wir sind geschaffen,

aus nur dem einen Grund,

um auf Gotteswerke aufzupassen,

bis hin zur letzten Stund.

Aber, anstatt auf diese Acht zu geben,

fällt uns nichts bess’res ein,

als die Schöpfung in die Hand zu nehmen,

um selbst wie Gott zu sein.

Weil uns der Gedanke nicht gefällt,

dass Gott uns nicht mehr leiden kann,

wird der Glaube gern zurückgestellt,

Selbstzweifel lassen wir nicht ran.

Was uns nicht gefällt, das gibt es nicht,

und Gott, der stört uns sehr,

er gab uns Verantwortung und wahre Pflicht,

und Pflichtbewusstsein fällt uns schwer.

Alle die noch in Eintracht leben,

mit dem was man uns gab,

wissen mit uns kann man nicht reden,

weil uns nichts zu heilen vermag.

Wer heut noch glaubt,

der ist schon fast,

ein aussterbendes Wesen,

von Gott beraubt,

Moral verprasst,

tilgen uns unsre Spesen.

von Carl Knüpfer

Die Feldmaus

15. Januar 2010

Die Feldmaus

.

Sie schnüffelt erst die feuchte Frischluft,

gewöhnt sich langsam an das Tageslicht,

sie riecht einen Hauch von fremdem Tierduft,

doch sie hat Hunger und es irritiert sie nicht.

Vorsichtig klettert sie aus ihrer engen Wohnung,

und schleicht auf alten Trampelpfaden,

stets wachsam schnüffelnd, nur die Augen schonend,

sucht sie nach Körnern, Früchten, Maden.

Immer, wenn sie fleißig fündig wird,

hört man sie deliziös, genüsslich schmatzen,

dann gibt es nichts, was sie noch irritiert,

und genau darauf warten schon die Katzen.

Sie lauern hinter gräsnern, dicht gewachsnen Mauern,

spähen von dort, warten auf krabbelndes Getier,

und sind die Sorte von voyeuristischen Zuschauern,

die Maus nicht will, wegen ihrer spielend grausamen Gier.

Die Feldmaus sitzt völlig ruhig – nichts ahnend – da,

nagt fleißig an einer leckren Weizenähre,

doch der bekrallte Tod ist ihr jetzt ganz nah,

lauert – mucksmäuschenstill – als wenn nichts wäre.

Mit einem blitzschnell ausgeführten Sprung,

und einem kräftig, spitzen Biss,

ist es der Katze heut mal nicht gelungen,

sie hat ihr Ziel ganz knapp verfehlt, die Maus hat sich verpisst.

Diese ist nun panisch leicht, doch wachsam aufgebracht,

ihr Herz pocht wahnsinnig rasend schnell,

doch sie hat noch mal Glück gehabt…

nur einen Kratzer in ihrem struppig braungrauen Fell.

Sie läuft zielstrebig ihre Pfade ab,

flüchtet gezielt ins nächste Loch,

denn sie will noch nichts ins Katzenmagengrab,

ja, ein bisschen leben, will sie noch.

So werden Mäuse meistens nur,

ein paar Monate alt,

deshalb werfen sie in einer Tour,

bevor der Tod sie sich dann, eiskalt und blitzschnell krallt.

Von Carl Knüpfer