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Der Mensch an sich, gefangen in Metamorphose?

2. September 2015

Der Mensch an sich

Der Mensch an sich, ein komisch Tier,

es reift, es lernt, doch bleibt stets vier.

Wissbegierig durch die Welt,

manch eines wähnt sich gar als Held,

stets aufgeweckt und immer munter,

lebt es mit Liebe, Gier und Plunder.

Es begreift sich gleich mit Gott,

das Leben sieht es als Komplott,

ein Rätsel welch zu lösen gilt,

das Ego, bestimmt hier das Bild.

Es malt sich bunte Fantasien und schmiedet Pläne aus der Luft

es reimt und träumt und wittert schnell, des eignen Sieges Duft.

Doch zu viel malen ist gefährlich, das Bild, das wird oft zu real

und schöne Pläne und Ideen, kippen, werden radikal…

Es stört es nicht, es merkt es nicht, es lebt in seinem Bilde,

und stört man es, so sagt es sich, wir führten was im Schilde.

Wie jeder weiß ist Wissen wuchtig, vor allem zu glauben was man weiß,

doch schmeckt der Glaube auch sehr fruchtig, bleibt verdaut ja doch nur Scheiß.

Der Mensch an sich, ein komisch Tier,

es glaubt, es träumt, erwacht es HIER?

von Carl Knüpfer

Was wäre wenn, schon mal dran gedacht?

15. April 2015

Himmel und Hölle

Himmel und Hölle sind Metaphern, für das Gute und Böse das in uns lebt,

das Leben auf Erden ist die Metapher, für ein Wesen das auf leichtestem Wege geht.

Weder nach unten, noch schwerer nach oben,

der Weg ist das Ziel und auch umgekehrt,

wir streben nach mehr während wir uns loben,

ein Narr wer Gott statt die Wege ehrt.

Religion ist ein Trittstein auf dem Weg der Erkenntnis, erkennt dies und steiget weiter auf,

der Glaube an Gott bildet innere Mauern, sprengt sie und schreitet ins Leben hinaus.

Schaut mal nach unten, schaut mehr noch nach oben,

das Leben als Ziel gehört von uns verehrt,

hört auf stets zu zweifeln und andere zu loben,

eine Mauer ist Glaube, der Weitsicht versperrt!

von Carl Knüpfer

Frisch aus meinem eigenen Druckstall:

4. Juli 2011

Druckställe

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Wir leben und wir reden,

wir lieben und wir schenken,

wir nehmen und wir geben,

wir selbst, wir sind das Beben.

Wir drücken uns vor unsren Pflichten,

wir verstecken uns im Schein,

wir scherzen während wir vernichten,

und wir denken wir sind rein.

Wir nehmen noch mit vollen Händen,

wir suhlen uns im Reiz,

der eigne Glanz an unsren Wänden,

kündet das Gegenteil von Geiz.

Wir leben in Wüsten aus Beton,

vermengt mit Stahl und Rest-Natur,

und spricht mal einer schlecht davon,

nenn‘ wir ihn verrückt und lachen nur.

Wir schreiben der Menschheit Wahrheit nieder,

gar täglich wieder aufs Neue,

ja, wir singen täglich unsre Lobeslieder,

und sind der Druckställe Säue.

Wir schreiben und wir glauben,

wir nehmen und wir rauben,

wir reißen und wir brennen,

vor unsrem Selbst, sollten wir rennen…

von Carl Knüpfer

Nach Umzugspause weiter mit: Seele am Spieß mit Schaf

6. April 2010

Seele am Spieß mit Schaf

(Für alle die es lieber hören wollen: auf die blaue Schrift klicken!)

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Wem man fies sagt er könne nichts,

und man drauf stets auch noch besteht,

der wird in seinem Leben nichts,

denn er weiß, er weiß nicht wie es geht.

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Wem man aber sagt, er seihe super,

und auch äußerst intellektuell,

der fühlt sich dann auch wirklich super,

und weiß alles Neue: Superschnell!

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IQ, was ist das eigentlich?

Im Endeffekt ja wohl nichts so Festes,

denn alle um dich weiden sich,

im Ergebnis deines Dummheits-Testes.

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Intelligenz, dass ist wohl nur,

ne Frage von Verwertung,

der Wert ist Egoismus pur,

des Tester-Egos Schwertschwung.

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Wie alle uns  internen und “ach so lieben“ Werte,

ist uns auch dieser nur gegeben,

und Andre, entscheiden für uns dann mit kalter Härte,

mit welchen wir wohl fortan leben.

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So erschaffen Andre unsre Werte,

doch jeder hat Kapazitäten,

die kappt keines Egos Aufputschschwerte,

noch nicht mal, wenn wir sie drum bäten.

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Fazit, sei nun damit jetzt und hier:

Intelligent ist der, der’s selber glaubt,

denn der Andren Glauben ist ein Tier,

das uns eiskalt unsere Seelen raubt!

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von Carl Knüpfer

Der Quader, mit Text und Ton

9. März 2010

Der Quader (Audiodatei)

Ein Guppy drehte einmal Runden,

in einem kleinen Quadertank.

Ein Hund leckte sich seine Wunden,

und das nicht ohne Sachverstand.

Ein Vogel flog in dreiste Höhen,

mitten unterm Tisch.

Ein Hamster hamsterte echt schön,

10 Kilogramm vom feinsten Fisch.

Ein Elefant verschwand mit Knall

in einem Mauseloch.

Ein Astronaut hörte den Schall,

unter der Brause noch.

Ein Bürgermeister sagte mal

Vertrauen sie mir getrost,

doch als sich dann die Bürger wagten,

war er ganz erbost.

Ein Präsident rief einst ganz laut:

Wir schaffen’s, ‚Yes we can!’.

Und dann standen ganz viele auf,

und fingen an zu gähnen.

Eine Schlange fing ekstatisch an,

im Regen sich zu paaren,

denn darauf kommt’s im Leben an,

an Samen nicht zu sparen.

Ob nun im Geiste oder im Gebet

im Akt oder auch im Gedicht,

nur wer seine Samen fleißig säht

der schafft in seinem Blickfeld Licht.

Dann endlich können wir uns wenden

Rundum um die Seele schauen

Rückblickend sehen wir die verenden,

die sich nicht aus ihrem Quader trauen.

von Carl Knüpfer

Wieso?

21. Januar 2010

Wieso?

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Wieso müssen die meisten Menschen

 immer bis zum Ende warten,

wieso sind so viele voyeuristisch

 und bleiben doch im eignen Garten?

Wieso stellen wir uns Problemen

 in der Regel so ungern nur,

wieso reden wir über diese

 trotzdem – nichts tuend –  in einer Tour?

Wieso streiten wir uns bloß so gerne

 über zum größten Teil Bewiesenes,

wieso glauben viele nicht an Erderwärmung,

 aber an das Monster von Loch Ness?

Wieso fällt es vielen nur

 so schwer sich ehrlich zu entschuldigen,

wieso können wir nicht wichtigerem

 als dem Kapitalismus huldigen?

Wieso leben wir nur, um zu konsumieren

 und andern Menschen Schulden zu vererben,

wieso leben wir nicht um zu leben

und ein Teil des Ganzen auf Erden zu werden?

Wieso streiten wir uns über Dinge,

 an die andere ganz fest glauben,

wieso merken wir denn nicht,

dass wir uns  selbst den Glauben rauben?

Wieso sperren wir unsre Alten bloß so gerne weg,

wieso können wir nicht zusammenhalten,

alle für denselben Zweck?

Wieso schauen wir so lange zu,

wenn andere Menschen leiden,

wieso schaffen wir es nicht,

das Artensterben zu vermeiden?

Wieso sehen wir es eigentlich

 stets als unsre Pflicht,

Fehler nur bei anderen zu suchen,

doch unsre eignen nicht?

Diese Fragen und auch viele andre

wirft unsre Gattung in mir auf,

werd ich wohl noch Antwort finden,

oder geh ich vorher suchend drauf?

von Carl Knüpfer

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Wer antworten zu geben weiß, den fordere ich hiermit auf, diese mit mir zu teilen,

ich hoffe, dass eine aufgeschlossene Diskussionsrunde möglich ist, die Wellen schlägt!

Kreislauf

19. Januar 2010

Kreislauf

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Häufig stell ich mir die eine Frage,

bin ich wirklich religiös,

ist der Glaube den ich in mir trage,

wirklich seriös?

Schwierig ist nur der erste Teil,

denn gläubig bin ich wirklich,

doch an was glaub ich derweil,

und ist dieser Glaube kirchlich?

Ich glaube nicht an einen Gott,

ich glaube fest an Mutter Erde,

und komm ich dafür aufs Schafott,

dann weiß ich, was ich als nächstes werde.

Ein Mensch, schon wieder,

fänd ich lahm,

ich glaube ich krieg lieber Gefieder,

und flieg im Kreis, anstatt zu fahrn.

von Carl Knüpfer

Der moderne Mensch

18. Januar 2010

Der moderne Mensch

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Wir nennen uns Geschöpfe Gottes,

sehen uns selbst als Schöpfungs-Krönung,

benehmen uns wies allerletzte

und verpassen uns gern selbst ne Dröhnung,

von Eitelkeit, Gier und selbstverliebter Arroganz,

ja wir sehen unser Leben,

als einen großen Showlauf-Tanz.

Wir verherrlichen unsre eignen Werke,

finden sie oft fast so schön,

wie die uns gegebnen Körper,

mit deren Anblick wir uns gern verwöhn.

Wir hecheln Idealen hinterher,

die aus Profit entstanden,

und schauen staunend dabei zu,

wie dann die großen Wale stranden.

Wir sind überzeugter von uns Selbst,

als Gott es jemals war,

denn als er uns erschuf,

war es nicht Perfektion die er gebar,

wir waren vielmehr der Versuch

einer herrlichen Symbiose,

doch dieser göttliche Versuch,

ging wohl mächtig in die Hose.

Ich glaube fest, wir sind geschaffen,

aus nur dem einen Grund,

um auf Gotteswerke aufzupassen,

bis hin zur letzten Stund.

Aber, anstatt auf diese Acht zu geben,

fällt uns nichts bess’res ein,

als die Schöpfung in die Hand zu nehmen,

um selbst wie Gott zu sein.

Weil uns der Gedanke nicht gefällt,

dass Gott uns nicht mehr leiden kann,

wird der Glaube gern zurückgestellt,

Selbstzweifel lassen wir nicht ran.

Was uns nicht gefällt, das gibt es nicht,

und Gott, der stört uns sehr,

er gab uns Verantwortung und wahre Pflicht,

und Pflichtbewusstsein fällt uns schwer.

Alle die noch in Eintracht leben,

mit dem was man uns gab,

wissen mit uns kann man nicht reden,

weil uns nichts zu heilen vermag.

Wer heut noch glaubt,

der ist schon fast,

ein aussterbendes Wesen,

von Gott beraubt,

Moral verprasst,

tilgen uns unsre Spesen.

von Carl Knüpfer