Da geht wieder was: Des Nebels Bann, noch ohne audio…..

 

Des Nebels Bann

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Wenn es draußen langsam kälter wird,

wenn die Blätter sich bunt färben,

wenn zum ersten Mal der Fluss zufriert,

liegt uns’re Seele oft in Scherben.

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Zu kalt der Tag, zu lang die Nacht,

die Eingewöhnung: schmerzlich…

Und überall bekommt man nun gesagt:

Depressionen seien herbstlich.

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Wir zittern schon tags im kalten Wind,

und im Warmen in der Seele,

und fühlen uns zur Einsamkeit bestimmt,

mit der auch ich mich gerne stähle.

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Doch nicht nur dunkel ist der Herbst,

nicht nur immer nass und kalt,

ein Meer von Farben tilgt den Schmerz

und färbt herrlich ein den Wald.

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Die Freude, die uns verloren scheint,

sie ist auch hier ganz leicht zu finden,

aber da der Himmel so oft weint,

schaffen wir’s schnell, ihr zu entschwinden.

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Drum öffnet euch für kalte Schönheit,

freut euch an den bunten Blättern,

und eure Sicht wird schnell befreit,

und hilft den Nebel zu zerschmettern.

.

Genießt das Leben auch im Dunkeln,

zündet abends öfters Kerzen an,

und eure Seelen werden funkeln,

gebrochen wird des Nebels Bann.

.

von Carl Knüpfer

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