Der Bienenschatz

Der Bienenschatz

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Eine kleine dicke Biene,

flog über eine schöne Blumenwiese,

verzog dabei keine Miene,

und hielt stetig stand der Brise.

Sie steuerte eine blaue, kleine Blüte an,

im Schwirrflug wohl gemerkt,

flog – sachte erst – ganz nah heran,

damit die Konkurrenz es nicht erfährt.

Schließlich landete sie langsam,

und fuhr sofort den Rüssel aus,

blieb dabei aber stets wachsam,

und saugte dann den Nektar raus.

Als sie damit fertig war,

stieß sie sich ab und flog ganz schnell,

bevor sie irgendjemand sah,

zurück ins Bienenstockhotel.

Dort kotzte sie den Nektar,

in eine hexagonale Wabe,

denn – dass wissen wir – so schmeckt er,

vergoren dann nach güldner Gabe.

Mit schön viel Bienenspucke durchgemixt,

nennen wir es Honig,

doch nehmen wir ihn, dann verflixt,

rufen die Bienen: So nich!

Sie stürzen sich im dichten Schwarm,

und mit Stachel spitz nach vorn,

auf den Honigdieb, den sie grad sahen,

und schwirren ihm um seine Ohrn.

So wird der Honig für uns erst recht,

zu einer besonders leckren Sache,

denn es gibt keinen Schatz der wirklich schmeckt,

ohne des Besitzers spitze Rache!

von Carl Knüpfer

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3 Antworten to “Der Bienenschatz”

  1. Honig in der Dichtung « Sylvis Honiglaedchen Tübingen Says:

    […] Honig in der Dichtung Zufällig bin ich auf dieses Gedicht gestoßen, das ich meinen treuen Bloglesern- und Besuchern nicht vorenthalten möchte. Hier geht es zur Dichtung. […]

  2. Sylvia Wollny Says:

    ich hoffe, es ist recht.

    Honigsüße Grüße

    Sylvia Wollny

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