Terrordiebe

Terrordiebe

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Es war einst ein armes Land,

wo ein Bauer Schätze fand.

Er ahnte nicht mal was es war,

als er den Schatz dort liegen sah.

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Es sah nicht aus wie Gold und Silber,

es war nicht fest, sondern viel wilder.

Es war einfach schwarz und stank,

in einem Feuer, ward es schnell verbrand.

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Er wusste nicht wie ihm geschah,

als er plötzlich eine Flagge sah.

Sie hatte Streifen und auch Sterne,

sah ganz nett aus, aus der Ferne.

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Sie steckte mitten in den Schätzen,

drunter ein Schild, mit diesen Sätzen:

Wer dieses Öl hier einmal findet,

tut gut dran, wenn er schnell verschwindet,

wir haben es zuerst entdeckt

und hier für unsere Nation versteckt.

Liegt es auch in fremdem Land,

gehört’s doch dem, der’s als erster fand!

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Der arme Mann wurde richtig sauer,

das Land war seins, rundum ne Mauer.

Jetzt kamen einfach Fremde hin,

um ihm seinen Schatz zu stehlen,

da sah er gar keinen Sinn mehr drin

und schleppte schnell ne Kerze hin.

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Er warf sie auf das Öl im Boden,

hat sich übers Schild erhoben.

Die Flammen brannten lichterloh,

der Bauer der war richtig froh!

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Doch bald schon kamen viele Leute,

auf der Suche nach der Beute.

Sie fanden nur verkohltes Land,

dort wo sich eins das Öl befand.

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Sie befragten schnell den armen Bauern,

rissen nieder seine Mauern.

Sie brannten auch sein Häuschen nieder,

und drohten anderen, sie kämen wieder.

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Sein Sohn stand nun alleine da,

das Haus und die Familie weg,

er wusste nicht mal wo sie waren,

die Fremden hatten sie verschleppt,

und so wie es der Sohne sah,

wohl in ein Antiterrorcamp gesteckt.

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Er schaute sich nach Hilfe um,

ja er reiste ganz weit rum,

sogar mit der Eisenbahn,

bis ins ferne Afgahnistan.

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Dort traf er einen netten Mann,

der sagte, dass er helfen kann.

Der Bauer lernte von ihm schießen,

und Gott sei mächtig und erwiesen.

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Er lernte sogar Bomben bauen,

und sie in seinem Schuh verstauen.

Er lernte ferner fremde Sprachen,

und reiste schließlich in die Staaten.

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Er suchte sich ein hohes Haus,

und stellte seine Flagge drauf,

dann holte er ein Schildchen raus,

sah wie das an dem Schatze aus.

Auf dem Schilde stand geschrieben:

Ich sterb für  Gott und meine Lieben!

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Er zog sich seine Schuhe aus,

und holte schnell ne Bombe raus,

dann lief er barfuß durch die Stadt,

bis er ne Bank gefunden hat.

Er wartete auf viel Bertrieb,

ein Massaker war das was blieb.

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Noch am selben schlimmen Tag,

wurd in den Nachrichten gesagt,

Schlimm wärs gewesen, viele tot!

Die Regierung sei nicht Schuld,

man säße jetzt in einem Boot!

Gefragt sei jetzt: Geduld!

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Man holte aus zum Gegenschlag,

zerbombte manch ein armes Land,

und hängte dann im fremden Staat,

ihr ahnt’s bevor ich es verrat,

an alles Öl was man da fand,

ein Schild, wie´s einst beim Bauern stand.

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Von Carl Knüpfer

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