Homage an den Namensgeber, Neuauflage mit Vorlesung

19. Juli 2010

Ornithorhynchus Anatinus

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bekannt als das gemeine Schnabeltier,

legt Eier in selbst gegrabene Höhlenkammern,

meistens drei, manchmal auch vier,

an die sich die Weibchen dann, ca. 10 Tage klammern.

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Zum Fressen taucht es gerne unter

Jagt am Grund nach Krebsen und ähnlichem Getier,

und schluckt sie oben dann schnell runter,

mit großem Mund und ner gewissen Gier

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Mit seinem großen doch gefühlsbetonten Schnabel,

sucht es den Bodengrund vorsichtig ab,

unter Steinen und versunk’nem Radel,

wird das Versteck von manchem Krebs zum Grab.

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Als allerletztes Mittel,

quasi zur Selbstverteidigung,

schleppt es unter seinem braunen Kittel,

giftige Stachel mit sich rum.

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Doch auch beim meistens lieben Platypus,

ist nur das Männchen stets bewaffnet,

dem Weibchen bleibt, nur der bekrallte Fuß,

was Gift betrifft, ist es entsaftet.

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Wissenschaftler nehmen an,

das Gift dient einzig einem Zweck,

denn die Produktion startet nur dann,

wenn man(n) des Männchens Triebe weckt.

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Das Schnabeltier ist so, in mancher Weise,

ein echtes Unikat,

und so gehen viele auf die lange Reise,

um zu sehen, was es zu bieten hat.

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Denn Beheimatet, dass ist es nur,

im Süßwasser Australiens,

dort geht es in Flussläufen auf Tour,

und meidet weise: Homo sapiens.

von Carl Knüpfer

Weiter gehts mit: Der Lustkomplott zum hören auf blau klicken!

18. Juli 2010

Der Lustkomplott

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Sex ist schmutzig aber ehrlich,

Instinkt befreit das Tier in uns,

manchmal wird es dann gefährlich:

Hemmschwellen fallen  in der Brunst.

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So geben wir uns der Wollust hin,

und sind dann meist, kaum noch zu bremsen,

Männer steuern in des Schöpfers Sinn,

mit dem Gehirn – in ihren Schwänzen.

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Frauen stöhnen gar blasphemisch,

schreien: Oh mein Gott, ja!!!

Oder zerkratzen ganz polemisch,

den Gott in ihren Armen gar.

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Nach so stetig eifrigem rein und raus,

kommen wir dann schnell zum Höhepunkt,

ganz plötzlich ist es mit dem Tiere aus,

und wir sind wieder: Mental gesund!

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Das Tier in uns wird weg gesperrt,

so wandert das Gehirn nach oben,

und ham wir uns beim Akt vermehrt,

müssen wir oft uns schnell verloben.

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Die Kunst bei diesem unsrem Akt,

die liegt an der Leine,

mit welcher man sich sein Tier packt,

jeder gezielt das Seine.

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Denn kontrolliert da wird es brav,

und wir vom wilden Tier zum Gott,

Instinkt macht dann den Geist gar scharf:

Innig vereint – beim Lustkomplott!

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von Carl Knüpfer

Und weiter gehts, natürlich auch wieder mit Vorlesung in blau!

17. Juli 2010

Die Rückkehr

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Wie eine Ewigkeit vergangen,

wie eine Stunde angefühlt,

als die Buchstaben dann verklangen

wurde auch die Muse weggespült.

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Endlich stumme tiefe Stille,

endlich reiner fester Schlaf.

Doch wo war der freie Wille?

In der Stille – viel zu brav…

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Minimalistische Gedankenblitze

haben nur peripher tangiert,

und so wurde dann in der Sommerhitze,

höchstens mal instinktiv sinniert.

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Mit afrikanischer WM, das Sommerloch gestopft,

für alles andre, nur am Rande Zeit,

die Kreativität wie eine Drüse zugepfropft,

da ist’s zum Hirntod, nicht mehr allzu weit.

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Doch nun die Rückkehr aus den Schatten,

auf einmal, da strahlt im Innern Licht,

wie Hunger treibt die magren Ratten,

so treiben meine Gedanken mich…

von Carl Knüpfer

Heute etwas über die Schattenseite des Genusses, wie immer: Wer auf die Überschrift klickt, kriegt was auf die Ohren!

2. Juni 2010

piep piep piep

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Mangochutney, Hirschragout,

Walsnusscreme vielleicht dazu?

Spargelstangen, Artischocken,

Essen kann so richtig rocken!

Schnee-Eier und nen Schweinebraten,

feinstes Gemüse aus dem Garten,

mit Tunfischsteak und Lachstartar,

ja Essen – find ich wunderbar!

Trüffelraspel, gutes Brot,

serviert – für das höchst Gebot,

Steinpilze und Esskastanien,

feinster Schinken gar aus Spanien,

all das sind leckre Delikatessen,

die so viele Menschen gerne essen.

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Auch ich, verschließ mich selten dem Genuss,

gebe mich gerne hin dem Speichelfluss,

vergesse alles drum herum:

Moral? Von wegen, schweig jetzt, stumm!

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Warum nicht das letzte Einhorn essen?

Mit einem zu züchten – wär vermessen,

drum lasst es uns doch schnell genießen,

bevor es die Chinesen schießen!

Zur Vorspeise eine Walflanke,

vom letzten Bär die Vorderpranke,

frisch gerupfte Froschschenkel,

denk nicht dran, mach hin, bestell!

Genieß das Kalbshirn auf dem Teller,

dazu vielleicht nen Appenzeller?

Nein nicht der Käse, nee, der Hund,

auch Tigerpenis ist gesund!

Ich glaub…dort hinten an der Ecke,

gibt’s heut die letzte Weinbergschnecke…

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von Carl Knüpfer

Heute mal wieder was Neues: Genug!

31. Mai 2010

Genug

Zögernd – wie der Rost den Lack – so zerfrisst die eigne Seele,

der Hass und Unzufriedenheit,

und damit ich mich – theoretisch – nicht mehr länger quäle,

hab ich beschlossen: Es wird Zeit!

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Ein Freund, der  ist bereits zerfressen,

verblasst soeben grad im Nichts,

er trinkt zuviel, anstatt zu essen,

ist ständig Gast eines Gerichts.

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Konstant nur meckern, motzen und auch drohen,

anders kennt man ihn noch kaum,

so pflegt er seinen Hass, ’nen wahrlich rohen,

Freude – kennt er nur im Traum.

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Er schimpft auf Menschen, Staat und Schimpfen,

widersetzt sich einfach jeder Norm,

dagegen kann ihn keiner impfen,

denn jedweder Stich, treibt ihn nach vorn.

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Um ihm zu helfen müsste man,

die Welt um ihn vergessen machen,

und da man das nicht einfach kann,

wird Hass den Guten wohl bald schaffen…

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Damit es mir nicht auch passiert,

habe ich dem Hass abgeschworen,

bevor mir der Rost das Haupt rasiert,

verschließ ich lieber meine Ohren!

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von Carl Knüpfer

Verstand(en?), in blau, wie immer, für die Ohren!

20. Mai 2010

Verstand

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Manchmal meid ich gerne Menschen, ich sehne mich nach mehr in mir,

dann find ich Ruhe und Entspannung, und ich seh das Tier in dir.

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Manchmal wüsst ich gerne wenig, denn wer viel weiß, versteht zu viel,

dann beneid ich kleine Kinder, so fasziniert vom Eis am Stiel.

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Manchmal, da denke ich im Stillen,

wie schön es wäre ohne Lust,

denn die beschneidet freien Willen

und schafft schnell angestauten Frust.

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So rattern ständig die Synapsen,

im Kampfe gegen den Instinkt,

und schafft man’s auch dabei zu schwatzen,

ist’s der Verstand, der stets verklingt…

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von Carl Knüpfer

Heute vertont: Die Mücke

18. Mai 2010

Die Mücke

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In einem kühlen dunklen Schatten,

zwischen feuchten Nebelschwaden,

roch ich einst gut für den Gatten,

auf des Wandrers fetten Waden.

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Summendes Liebesgezwitscher,

herrlich warmer Schweißgeruch,

Raureiftropfen und viel Glitzer,

und zum Schluß, ein Wolkenbruch.

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Blutgeschmack auf meiner Zunge,

Karussell der Zentrifuge,

bald schon krieg ich wieder Junge,

und gewiss vielleicht auch kluge!

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Ausgeklügelte Gebisse,

transparentes Schwirrgeflügel,

wenn ich meine Flagge hisse,

dann doch nur auf einem Hügel!

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Zugestochen, abgeschmeckt,

dann noch schnell durch leckre Lücke,

Gift verschossen, abgeleckt,

So ist das Leben, einer Mücke!

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Schafft sich selber Flaggenhügel,

ja ihrem Werk stets ein Podest,

und dann packt sie ihr Geflügel,

surrt ins schützende Geäst.

Von Carl Knüpfer

Heute mal wieder eine Neuauflage mit Audiodatei

2. Mai 2010

Knuspertütenkinoterror

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Ein Flüstern, viel mehr ist es Anfangs nicht,

vielleicht etwas warmer Atem im Gesicht,

Popcorntüten rascheln leise,

auf eine irritierend penetrante Weise,

doch dann beginnt die volle Dröhnung,

nach nur kurzer, leiser Eingewöhnung:

Nachochips sind Knuspereien,

die stets nach Vergeltung schreien,

immer wenn’s grad spannend wird,

wird extra Käse drauf geschmiert.

Die Colabecherschnellaustrinker,

sind alle feige kleine Stinker,

ja diese Angstschweißschwerverbrecher,

schlürfen panisch leer die Becher,

machen dabei Riesenlärm,

und wünschen das sie Zwerge wärn!

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Wenn dann auch noch das Licht angeht,

und der Eismann vor mir steht,

dann zögere ich erst gar nicht lange,

von wegen noch die andre Wange,

jetzt heißt es Aug um Aug, und Zahn um Zahn,

jetzt werden Trommelfelder platt gefahren!

Genüsslich lehne ich mich vor,

und Lutsch direkt hinter dem Ohr,

von so nem Popcorntüten-Lautstarkesser

und nem Nachokäse-Knusperfresser,

mit manisch aufgerissnen Augen,

an meinem Eis, ja fange an dezibelös daran zu saugen

und wenn sie schmatzendbös nach hinten gucken,

tu ich schnell so als müsst ich spucken,

und lach sie aus, wenn sie sich ducken!

von Carl Knüpfer

Frisch auf den Tisch, ein paar Zeilen zu den uns täglich zufliegenden Sprengsätzen! Wie immer, auch für die Ohren.

30. April 2010

Buchstabenbombe

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Schärfer als das schärfste Schwerte,

eines edlen Samurai,

schlitzen gut gezielte Worte,

deine Tagesform entzwei.

So zerreißen sie – spielend einfach -

auch leicht das aller stärkste Ego,

und glaubst du noch du lebst in Eintracht,

kleben sie an dir – wie ‘ne Memo.

Festgenagelt an der Seele,

entstehen dort dann leicht mal Wunden,

und fragt man dich was dir denn fehle,

sagst du nur traurig: Ein paar Stunden!

Doch Stunden, dass ist nicht ganz die Wahrheit,

denn die Seele heilt wohl nicht so schnell,

doch in deinem Zustand fehlt die Klarheit,

mit der ich hier meine Meinung fäll.

*

Drum nimm zu Herzen diesen Rat,

den ich dir hier jetzt gebe:

Schneid – in Gedanken – spitze Zungen ab,

und schon verstummt scharfes Gerede!

von Carl Knüpfer

Der Flaschengeist (Vorsicht damit und mit gehörig viel Humor interpretieren!)

28. April 2010

Der Flaschengeist

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Am allermeisten Angst macht mir auf Erden,

jeder Spiegel, in dem man scheinbar sich selbst anschaut,

denn er zeigt den Ort, wo wir gehalten werden,

auch ich habe schon – zu lange – diesem Bild vertraut.

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Doch nun, wenn ich hinein schau sehe ich,

nur eine schnöde Hülle,

wenn ich hinein schau, ja dann sehn ich mich,

nach: Ein wenig mehr Fülle.

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Ich mein damit nicht körperlich,

nein, davon hab ich reichlich,

und find es so schon widerlich,

nein, was ich mein, ist geistig!

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Letztens lag ich mal verkatert,

und ganz allein in meinem Bett,

hab mir mein Gehirn zermartert,

und fand das Gefühl ganz nett.

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Ich fühlte innen große Ruhe,

doch auch massiv viel Platz,

mein Körper war ne Riesen-Truhe,

und ich – darin – ein Spatz.

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Auf einmal war ich überfordert,

ich fühlte mich spontan so klein,

mein Körper hatte Aspirin geordert,

doch meine Seele – ließ es sein.

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Auf einmal war’s, als wär das Band,

was Geiste mit dem Rest verbindet,

nicht die Mitte, sondern nur der Rand,

von dem, was sich in uns befindet.

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Ich sah es klar, mit innren Augen,

der Körper ist nur ein Bandit,

so lang man lebt, schafft er’s den Geist zu rauben,

und zehrt dran, wie ein Parasit.

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Ich ließ mich fallen, mir wurd ganz klar,

unser Körper gibt uns nur scheinbar Halt,

Seelenfreiheit – ja – die macht sich rar,

denn der Körper hat uns in seiner Gewalt!

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Unsanft zwang er meinen Geist zurück,

in seine kleine Flasche,

dieser war nicht grad entzückt,

und schwor dem Körper Rache.

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Seitdem erscheint mein Spiegelbild

mir unheimlich und groß,

und in mir wird die Seele wild,

und schämt sich für ihr Los.

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Sie freut sich mit mir auf den Tag,

an dem jemand an der Flasche reibt,

dann liegt der Körper kalt im Sarg,

und die Seele ist erlöst, befreit!

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von Carl Knüpfer


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